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Hass und LiebeWenn zwei Gefühle sehr weit auseinander liegen, und denn doch so nah, dann sind das wohl der Hass und die Liebe. Dies erlebe ich seit ca. 4 Wochen hier hautnah, und ich kann eins sagen: nichts (glaub ich) ist nervauftreibender als den ständigen Wechsel zwischen heisse Liebe und großen Hass.Vor ca. 4 Wochen fing es ganz schleichend und heimlich an. Marit ging nicht mehr so oft auf dem Klo, und zu meiner Freundin, wo sie zwei Mal pro Woche morgens ist, wollte sie auf einmal nicht mehr. Ziemlich schnell habe ich sehr genau beachtet, was passierte. Der widerwillen wurde immer größer, obwohl ich sie unter Protest Mittags wieder abholte. Und die Abstände zum auf-dem-Klo gehen wurden auch immer größer. Ich habe schon gedacht: Marit merkt, daß ich manchmal nicht für sie da bin. Und das gefällt ihr nicht. Bis vor ca. zwei Wochen sie nur 3 Mal am Tag ging oder so. Und das große Geschäft mit deutliche Schmerzen verbunden war, und sogar "Mama Hilfe" geschrieen wurde. Es ging auch immer häufiger daneben, da sie den Gang zum Klo soweitmöglich hinauszögerte. Eine Freundin, Ärztin, sagte: nicht warten, nicht länger beobachten, sofort was unternehmen! Am nächsten Tag hatte ich Zäpfchen und Milchzucker im Haus. Marit bekam ein Zäpfchen, und ich habe sie noch nie so wütend erlebt. Sie hat geschrieen, mich gehauen, sich in ihr Zimmer verschlossen, die Tür zugeschmissen - lustig ist anders. Ich habe sie nur das eine Mal ein Zäpfchen gegeben, es hat gewirkt, und am nächsten Tag habe ich mit Milchzucker angefangen. Marits Launen waren weite agressiv, aber im nächsten Moment konnte das komplett umschlagen und hatte sie wirklich Schmusebedarf und fragte nach Streicheleinheiten. Die ich sie, soweit ich noch konnte, gegeben habe. Aber gleichzeitig konnte sie auf dem Arm wieder komplett wütend werden. Seit gestern sind die Abstände zwischen den Klobesuchen wieder normal. Jetzt muss sie nur wieder lernen, rechtzeitig auf dem Klo zu gehen. Das große Geschäft ist "lockerer". Immer noch ist es nicht einfach, aber es tut nicht mehr weh. Ihre Laune wird langsam wieder erträglich. Schmusen tut sie auch mehr, und das agressive verschwindet langsam. Gottseidank. Nachtrag: natürlich hasse ich nicht. Ich ziele mit dem Überschrift auch eher auf die schwankenden Launen - nicht von mir - zwischen Liebe und Wut - vielleicht ist das auch das bessere Wort.
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