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Klüngeln mit Zertifikat

Die Arbeitsgruppe "Suchmaschinen Marketing" der BVDW (früher DMMV) hat gestern ein Zertifikat für seriöse Suchmaschinen-Marketing-Agenturen ins Leben gerufen. Ich werde es nicht anstreben, dieses Zertifikat bekommen zu dürfen. Ebenso wie ich vor zwei Jahre bewusst mir nicht für die DMMV-Liste der Suchmaschinenoptimierer angemeldet habe. Dafür war die Anmeldung ganz einfach: ich brauchte lediglich schriftlich zu erklären, daß ich die in 2002 aufgestellte Richtlinien für sauberes Suchmaschinen Marketing einhalten wurde. Aber irgendwie gefiel mir die Liste der Firmen nicht, die sich auf der Whitelist "sauber" schimpften.

Ende 2003 wurde die "Whitelist" der Firmen, der diese Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben habe, von der Webseite der DMMV genommen. Wohl nicht ohne Grund?

Wo damals die Seriösität der SEO-Firmen mit einem unterschriebenem HTML-Quellcode-Guideline gemessen wurde, gibt es jetzt weitere Kriterien. Der Firma, der ein Zertifikat beantragen möchte, muss neben der Selbstverpflichtungserklärung mindestens folgende Kriterien entsprechen:
  1. BVDW-Mitgliedschaft
  2. mehr als ein Jahr auf dem Markt sein (bestehen)
  3. Handelsregistereintrag
  4. Kerngesechäft muss Suchmaschinen-Marketing sein (keine Internetagenturen)
  5. Aktive Mitarbeit in der Projektgruppe (Anwesenheit bei min. 50% der Sitzungen pro Jahr)
  6. Transparente Abrechnung nach CPC
Die Quelle für die obere Liste ist das Protokoll PG Suchmaschinen-Marketing vom 30.6.2004 - ob diese Liste noch aktuell ist, konnte mir heute keiner sagen. Auch soll dies nicht der juristisch geprüfter Kriterien-Katalog sein. Neben die aktive Teilnahme von zertifizierte Firmen in der Arbeitsgruppe finde ich das Prozedere zum Erhalten des Zertifikates, daß im Protokoll beschrieben ist, Interessant. Darin steht, zusammengefasst, daß der Arbeitsgruppe mit zweidrittel Mehrheit entscheidet, ob ein Unternehmen das BVDW-Logo erhält. Noch Interessanter der Hinweis aus der Pressemitteilung der BVDW, wo "die großen Suchmaschinenvermarkter allen zertifizierten Agenturen u.A. eine schnelle Abwicklung zusichern". Nebenbei bemerkt: Overture und eSpotting sind Mitglied der Projektgruppe Suchmaschinen-Marketing.

Offizielles Klüngeln?

Nicht-zertifizierte SEOs werden offensichtlich direkt als "schwarzes Schaf" bezeichnet. (siehe zum Beispiel den Subtitel bei silicon.de: "Digitale Wirtschaft auf der Jagd nach schwarzen Schafen"). Viele SEOs arbeiten Selbstständig oder in eine kleine Internetagentur ohne Handelsregistereintrag, bieten auch Webseiten an, die gleichzeitig Suchmaschinenoptimiert sind (quasi ein Gesamtpaket für den Kunden) und betreiben nicht nur kommerzielle Suchmaschinen-Marketing, sondern achten auch auf das On- und Offpage Suchmaschinen Marketing. Mal abgesehen davon, daß diese (natürlich?) auch kein BVDW-Mitglied sind: sind diese Firmen automatisch schwarze Schafe oder unseriös? Sicher nicht.

Das seriöses Suchmaschinen-Marketing im Sinne der BVDW Projektgruppe Suchmaschinen-Marketing hier übrigens nichts mehr mit sauberem Suchmaschinen-Marketing (sgn. "White Hat Optimierung") zu tun hat, wird auch im Abakus Forum (wo saubere Optimierung im Vordergrund steht) bestätigt.

Nachtrag: Warum Klüngelei gut ist...
Und hier die Stellungnahme bzw. Korrektur der BVDW

Über diesen Beitrag:
"Klüngeln mit Zertifikat" wurde am 09. November 2004 - 21:17 geschrieben und ins Netz gestellt. Es wurde seitdem 6770 Mal detailliert angeschaut. Mit 2 Kommentare hat dieser Beitrag ein Ziel-Erreichungsgrad von 0,03 Prozent. Die Erstellungsdauer dieses Textes beanspruchte 9195 Sekunden, während der eine mittlere Buchstabengeschwindigkeit von 0,445 Zeichen pro Sekunde erzielt wurden. Ferner beinhaltet dieser Beitrag den Buchstaben w in 47-facher Ausfertigung. Dies entspricht einer w-Dichte von 1,15 Prozent. Dieser Beitrag ist in der Kategorie Zu Suchmaschinen u.m. und im Archiv von November 2004 abgelegt worden und kann mit http://www.bloggitt.de/gebloggitt1166.html direkt verlinkt werden.


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Und das habt Ihr dazu zu sagen:
KeepCool @ 11. November 2004 - 14:40
Super nette und sachliche Beschreibung der dilletantischen Selbstinszenierung einer von den Ereignissen längst überholten und überflüssigen Vereinigung. Meine Meinung dazu, kennst Du ja...;-)

Thomas Promny aus Hamburg (http://seo-news.de) @ 17. November 2004 - 11:31
Guter Artikel. Besonders die Forderung nach \"Transparenter Abrechnung nach CPC\" lässt ja eigentlich nur 2 Möglichkeiten offen: Doorways oder Espotting, Overture & Co.
Also mir scheint es ganz stark, es ging es hier gar nicht wirklich um SEO sondern darum, die Kunden mehr und mehr zu den PPC-Vermarktern zu bringen - schließlich ist das Ganze auch deren Initiative.





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